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Cold Reading ist bei weitem nicht so viel Magie, wie man vielleicht vermuten mag. Wenn man sich nur ein bisschen mit der "kalten Deutung" beschäftigt, kann man diese Art der Magie durchaus simpel anwenden – und für überraschende "Aha’s" und "Oho’s" sorgen.

Tatsächlich verrät ein jeder von uns schon eine Menge über sich, ohne auch nur einen einzigen Ton von sich gegeben zu haben. Denn allein die Kleidung, ja sogar die Frisur, Körperhaltung oder die individuelle Art, sich zu artikulieren verraten eine vieles über uns. Ohne es zu merken, gibt jeder Mensch eine Vielzahl an Informationen über sich preis, die allein durch Kleidung, Frisur, Körperhaltung und Sprechweise zu erkennen sind – wenn man sie denn zu deuten weiss.

Allein die Körperhaltung und "allgemeine" Körpersprache verrät mehr über den Einzelnen, wie einem lieb ist. Und dank des Cold Readings können daraus einige interessante Schlüsse gezogen werden, was auch gern einmal von Personalchefs bei Neubewerbern angewandt wird – wenn sie denn Cold Reading zu nutzen wissen.

Beispielsweise gelten breit gespreizte Beine beim Sitzen als Selbstsicherheit, können aber genauso gut Rücksichtslosigkeit ausdrücken. Ständiges "Herumgerutsche" auf dem Stuhl oder aber "Gezappele" beim Stehen drücken dagegen wieder Unsicherheit aus. "Was ist los, warum so nervös" wären im Cold Reading sprichwörtliche Volltreffer.

Wenn sich dagegen der Gesprächspartner einen zuwendet oder gar körperlich näher kommt, ist dies wieder ein Zeichen der Zustimmung. Die Aussage "Sie stimmen mir also vollkommen zu" könnte den Gegenüber durchaus verblüffen – ist aber nichts anderes als Cold Reading oder eben eine "kalte Deutung".

Die Körpersprache eines jeden Einzelnen drückt also bereits eine Menge aus, was man mit ein bisschen übung und vor allem der genauen Beobachtung schnell und (fast) sicher richtig deuten kann. Selbst in einem Café oder Restaurant kann man Cold Reading trainieren, indem man sich nur einmal die Gäste anschaut, speziell solche, welche neu hinzukommen. Tatsächlich kann man bei "Neuankömmlingen" die Selbstsicherheit oder auch Unsicherheit beobachten – und deuten.

Wer etwa in der Tür stehen bleibt, verrät Unsicherheit. Hingegen ist es wieder ein Zeichen von Selbstsicherheit wenn der Neuankömmling quasi wie ein Elefant in die Mitte des Raumes geht – nicht stürmt – und sich in aller Ruhe nach einem (freien) Tisch umschaut.

Die Kleidung hingegen kann beim Cold Reading ebenfalls vieles offenbaren, ohne dabei besonders auf dem jeweiligen Kleidungsstil einzugehen. Ein offenes Sakko deutet etwa auf Selbstsicherheit hin, genauso wie figurbetonte Kleidung – der Träger oder die Trägerin fühlen sich in ihrer Haut (und Kleidung) wohl und zeigen das.

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