Flirten

Wer Cold Reading beherrscht, sprich bewusst beobachten und logische Schlüsse ziehen kann, könnte speziell als Mann bei der weiblichen Bevölkerung mehr Erfolg haben. Denn bestimmte Körperhaltungen signalisieren dem (männlichen) Beobachter schon im Vornherein, ob die Wunschdame schüchtern oder doch eher flirtlustig ist.

Beispielsweise sind versteckte Hände meist ein Zeichen von unsicheren (Frauen)Typen, eine offene Körperhaltung zeigt wiederum eine flirtbereite Person an. Ebenso ist es für man(n) ein gutes Signal, wenn sie sich zu ihm herüber lehnt oder immer näher kommt – der Wunsch nach Körperkontakt lässt ihn mit Recht mehr erhoffen.

Allein mit diesen Signalen kann sich man(n) schon eine halbwegs erfolgreiche Eroberungsstrategie zurechtlegen. Ein harmloser, aber durchaus erfolgreicher Spruch wäre etwa "Die meisten Mädels sind ja eh etwas schüchtern" – ihre Körperreaktion wird auch ohne einen einzigen Ton genug Antwort geben. Ein schüchternes Lächeln oder gar ein Erröten wie auch Schwitzen zeigt einen Volltreffer, die Dame ist schüchtern, ist aber einen Flirt nicht abgeneigt.

Anders verhält es sich wieder, wenn sie statt einem schüchternen Lächeln ihre Stirn runzelt oder gar näher kommt. Diese Dame zeigt keine Schüchternheit, der Kampf ist allerdings noch lange nicht verloren, muss aber nun in eine gänzlich andere Richtung gehen. Eine gute Antwort beziehungsweise Weiterführung des (einseitigen) Gesprächs wäre jetzt die logische Folgerung "Du natürlich nicht". Wenn sie jetzt ein (süffisantes) Lächeln zeigt, unterstreicht dies nur ihre erste Reaktion des Stirnrunzelns oder körperlichen Näherung.

Der Beginn des Flirts – und Cold Readings – liegt also speziell beim ersten Kennen lernen in der "Allgemeinheit". Wichtig ist die reine Beobachtung und dementsprechende Deutung der Körpersignale. Ein untrügliches Zeichen, dass es mit dem Flirt nix wird, wäre etwa mangelnder Blickkontakt von der Angebeteten: wenn sie konsequent wegschaut und dabei noch genervt die Augen verdreht, sollte man(n) gleich zum nächsten Zielobjekt wechseln.

Allerdings können selbst Frauen, die unnahbar wirken, durchaus einen erfolgreichen Flirt ergeben. Nicht immer ist eine nach außen gezeigte Arroganz und Stummheit ein Zeichen von Ablehnung, es gilt im Cold Reading die Zeichen richtig zu deuten. Wenn jedoch die Körpersignale der Dame nicht richtig zu deuten sind, kann man mit ein paar Sprüchen mehr erreichen – Cold Reading ist Kommunikation mit allen Mitteln.

Tatsächlich zeigen sich viele Frauen unnahbar und manchmal arrogant, versuchen mit dieser "Art" allerdings nur, ihre eigene Unsicherheit (und Schüchternheit) zu übertünchen. Ein paar derbe Sprüche und dann ein plötzliches Einlenken "Du bist ja gar nicht so eine arrogante Zicke" können plötzlich einen vorher unmöglich erscheinenden Erfolg bringen. Sprache gehört zum Cold Reading immer dazu.

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