Partyspaß

Wer sich nur etwas mit Cold Reading auskennt, kann diese "Magie" hervorragend als Partyspaß nutzen und gleich für etliche Highlights auf der nächsten Feier sorgen. Allerdings: Cold Reading ist nichts für den Bekanntenkreis, sondern eher für vollkommen fremde Personen geeignet – da man Freunde und Bekannte meist sogar sehr gut kennt, wäre hier Cold Reading eher ein Reinfall.

Tatsächlich funktioniert die "kalte Deutung" nur bei unbekannten fremden Menschen, will man doch allein durch Körpersprache, Mimik, Gestik oder Aussagen den betreffenden Menschen "deuten" – und aus der Fassung bringen oder zumindest mit dem (eigentlich nicht vorhandenen) Wissen überraschen.

Bei Bekannten oder Freunden hingegen hat man bereits genug "Hintergrundwissen", Cold Reading wäre in diesem Fall nicht nur unangebracht, sondern eben auch wirkungslos und keine überraschung. Bei Fremden jedoch schaut das wieder ganz anders aus, für diese wäre Cold Reading speziell für die "Uneingeweihten" echte Magie und Zauberei. Und gerade Fremde sind die idealen "Versuchskaninchen", speziell für diejenigen, die sich im Cold Reading erst ausprobieren wollen.

Zudem bieten gerade Parties und Feten die optimale Basis für Cold Reading: manche Personen kennt man nicht oder maximal vom Sehen und gerade eine Party verträgt den einen oder anderen Spaß, vor allem wenn dieser wie beim Cold Reading auch noch nach echter Magie ausschaut. Dabei steckt in Cold Reading statt Magie nur reine Beobachtung und Logik dahinter, die Fakten und Informationen liefert das "Versuchskaninchen" allein durch seine (oder ihre) Körpersignale oder gar durch die Frisur und Kleidung.

Speziell für Cold Reading kann man zudem für eine erste "Kontaktaufnahme" auch auf Allgemeinfragen setzen, die fast immer einen Volltreffer ergeben. Schaut zum Beispiel jemand recht "zerknittert" und geschafft aus, wäre die Aussage "Na du, harten Tag gehabt" zwar noch keine überraschung, eine Bejahung kann aber zu weiteren "Aushorchmanövern" führen – etwa "Stress im Job". Stimmt dies wieder, kann man weiter nachhaken, wird diese Frage allerdings verneint, egal ob akustisch oder nur mit Mimik und Gestik (Kopf schütteln, Abwinken mit der Hand), schwenkt man einfach auf die nächste Möglichkeit um "Verstehe, Stress mit der Freundin" oder "Ah, ärger in der Familie".

Fragen quasi zum Aushorchen gibt es viele, wichtig beim Cold Reading sind zudem die rein visuellen Antworten und Aussagen, sprich Körpersprache, Mimik oder Gestik, mit welcher jeder von uns (meist) ganz unbewusst von sich Informationen preisgibt, ohne es zu wollen oder gar zu merken. Wie immer gilt: Cold Reading ist keine Magie, sondern Beobachtung und Deutung – auf einer Party allerdings kann die "kalte Deutung" ein echtes Highlight sein.

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